zunderwunder

von der kunst des feuermachens

methoden 

Auf dieser Seite werden Ihnen einige ältere und neuere Feuermethoden gezeigt.


 

Feuerschlagen mit Markasit und Flint (Feuerstein)

Diese Methode war schon in der Steinzeit bekannt. Die dazu benötigten Materialien Markasit, Flint (Silex) und Zunderschwamm lassen sich alle mit etwas Glück in der Natur finden und unbehandelt einsetzen. Die Funken werden aus dem eisenhaltigen Markasit herausgeschlagen und nisten sich im Zunderschwamm ein. Mit dem glühenden Zunderschwamm wird dann das Zundernestchen angeblasen und entzündet.


Feuerschlagen mit Feuereisen und Feuerstein

Der Klassiker unter den Feuermethoden ist wohl die Kombination von Feuerstein und Feuereisen. Diese Methode wurde durch die Römer ca. 500 v.Chr. in Europa verbreitet und hielt sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts - das sind dann immerhin beinahe 2'500 Jahre!

Damit die Funkten sprühen und nicht nur die Feuersteinkante abbricht, wird der Feuerstein fest in der Hand gehalten. Er darf beim Schlag nicht nachgeben, da sonst der nötige Druck weg ist. Das Feuereisen wird nun mit einer raschen, kurzen Bewegung in einem möglichst steilen Winkel über die Kante mehr gezogen als geschlagen. Die Eisenpartikel sollen eher aus dem Feuereisen herausgeschnitten statt herausgeschlagen werden. Das richtige Zieh-Schlagverhältnis bedarf etwas Feingefühl. Damit der Zunder die Glut auffängt, sollte eine Seite des Zunders möglichst kompakt an der Schlagkante aufliegen, da dort der Funke entsteht.



  

Feuerbohren mit Bogen

Diese Methode des Feuerbohrens eignet sich für den Einstieg. In diesem Video wurde für die Bohrspindel Hasel und als Bohrbrett Esche verwendet. Gute Resultate erzielt man auch mit Linde oder Weide. Bei der Wahl der Bohrspindel sollte darauf geachtet werden, dass man sich ein gerade gewachsenes Holzstück von ca. 30 cm Länge und 2 cm Durchmesser aussucht. Ausserdem muss die Bohrspindel und das Bohrbrett trocken sein. Als Druckstück wurde hier ein Stein mit einer halbkugelförmigen Ausbuchtung verwendet.


Feuerbohren von Hand

Feuer von Hand bohren erfordert neben den geeigneten Materialen vor allem auch viel Übung. Es sieht bedeutend einfacher aus, als es ist ... In diesem Beispiel wurde eine getrocknete Königskerze und ein Fichtenbrettchen verwendet.



Feuerstahl (Magnesiumstarter)

Eine modernere und sehr effiziente Variante ist das Feuermachen mit Hilfe eines Feuerstahls / Magnesiumstarters. Diese Variante besticht dadurch, dass man auch bei Nässe Feuer machen kann. Besonders gut eignet sich die Kombination von Feuerstahl und Kienspan, wobei man beim Kauf eines Feststahls darauf zu achten sollte, dass das mitgelieferte Schabmesser eine gute Qualität hat - ansonsten macht das Abschaben des Kienspans nicht viel Spass.
Gute Feuerstahlsets inkl. Kienspan gibt es beim androma-Verlag.




Sonnenfeuer Teil 1 - Feuer mit kleiner Lupe

An schönen Sommertagen kann man sich sein Feuer mit einer kleine Lupe ganz einfach selber machen. Wichtig dabei ist vor allem, dass die Zeitung sauber gefalltet wird und der Brennpunkt auf die untere Ecke der Zeitung gehalten wird, damit die Wärme in der Zeitung aufsteigen und sich sammeln kann.



Sonnenfeuer Teil 2 - Feuer mit grosser Lupe

Mit der grossen Flexlupe lässt sich sogar Tannenreisig ohne jeglichen Zunder problemlos anzünden. Das funktioniert auch mit einem Ball aus Zeitungspapier oder mit zusammengedrückter Holzwolle sehr gut.




Sonnenfeuer Teil 3 - Feuer mit PET-Flasche

Diese Variante ist sehr eindrücklich, da das Feuer mit einer herkömmlichen 1.5 l Minearlflasche aus PET gemacht wird. Bei der Flasche sollte man darauf achten, dass diese oben eine möglichst halbkugelförmige Wölbung aufweist.

In diesem Beispiel wurde für den Zunder Distelsamen und für das Zundernest Holzwolle verwendet. Zeitungspapier funktioniert aber ebensogut, wenn sie wie in 'Sonnenfeuer Teil 1' entsprechend gefaltet wird.



 

Die Feuerpumpe

Die Feuerpumpe wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts erfunden, konnte sich aber nicht gegen die klassische Feuermethode mit Stein und Feuerstahl durchsetzten, da sich die geforderte Präzision lange nicht jedermann leisten konnte. 
Die Feuerpumpe nutzt das physikalische Prinzip der Kompression von Luft aus, bei welcher Wärme erzeugt wird. Mit einem schnellen, kräftigen Stoss können so bis über 200°C erreicht werden, welche für die Entzündung verschiedener Zunderarten gut ausreichen.